Schritte auf dem Betonfußboden, Stimmen, ein Tastaturanschlag, ein Lufthauch – all das kann bereits ausreichen, um eine Makroaufnahme aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Auf dem Bildschirm sehen die kleinsten Erschütterungen und Vibrationen aus wie ein Erdbeben. Kein Wunder, denn die Flächen, die Mike Flinzner mit dem Makro-Objektiv einfängt und später auf Leinwandgröße bringt, sind meist nur wenige Millimeter groß und oft mit bloßem Auge gar nicht zu erkennen.

Welche visuellen Geheimnisse sich in den Steinen verbergen, das lässt sich nur mit dem entsprechenden Equipment herausfinden: eine geeignete Spiegelreflexkamera, ein Makro-Objektiv, ein Makro-Schlitten zur Positionsjustage, flexible Lösungen zum Halten und Ausrichten der Steine, die richtige Beleuchtung – und viel, viel Geduld…

Manchmal dauert es Tage, bis man eine Stelle gefunden hat, die ein potentielles Meisterwerk der Natur in sich birgt – und manchmal kann der Stein bei normaler Betrachtung noch so spannend und interessant aussehen und es gibt doch nichts Außergewöhnliches darin zu entdecken. Oder die Oberfläche ist so unregelmäßig, dass sich interessante Stellen auch mit hohen Belichtungszeiten nicht präzise einfangen lassen – denn in einer vielfachen optischen Vergrößerung entscheiden bereits Bruchteile eines Millimeters über Schärfe und Unschärfe.


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